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Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit

Der Diabetes mellitus (D. m.) ist eine häufige hormonelle Erkrankung bei Hund und Katze. Die Pathogenese ist bei beiden Tierarten unterschiedlich, die Behandlung jedoch gleich.

Die betroffenen Tiere benötigen - meist lebenslang - Insulin. Beim D. m. stellt der Tierarzt lediglich die Diagnose und kontrolliert den Behandlungserfolg. Für die Behandlung und deren Erfolg ist der Besitzer selbst verantwortlich!

Der D. m. des Hundes entspricht dem Typ I - Diabetes des Menschen, d. h. er entsteht durch absoluten oder relativen Insulinmangel. Verschiedene Faktoren können zu einer Insulinresistenz im Körper führe, z. B. die Läufigkeit der Hündin. Das während der Läufigkeit vermehrt produzierte Östrogen blockiert die ordnungsgemäße Insulinantwort des Körpers, d. h. es wird zwar genug Insulin von der Bauchspeicheldrüse gebildet, der Körper kann aber nicht richtig darauf ansprechen. Bei den meisten Hündinnen reguliert sich dieser Effekt mit Beendigung der Läufigkeit wieder von selbst. Bleibt der D. m. bestehen, sollte die Hündin zuerst kastriert werden, da sonst meist keine vernünftige Insulineinstellung möglich ist. Nach einer Kastration kann der D. m. sogar innerhalb weniger Wochen wieder komplett verschwinden. Stellt sich heraus, daß Ihr Tier Insulin benötigt, bedeutet dies eine relativ strikte Regulierung des Tagesablaufs:

1 - 2 x täglich Insulin spritzen im Abstand von 1 - 20 Stunden

  • 1 - 2 x täglich Insulin spritzen im Abstand von 1 - 20 Stunden

  • kontrollierte Fütterung und zumindest anfangs völliger Verlust von Leckerchen

  • es sollten möglichst mehrere Personen in der Lage sein, das Insulin zu spritzen, so daß im Krankheits- oder Urlaubsfall eine lückenlose Betreuung des Tieres möglich ist.

In Aachen hat sich bereits ein kleines Netzwerk von Katzenbesitzern gebildet, die sich gegenseitig helfen.